| Inmitten der Savannenlandschaft
am Fuße der Naukluft liegt die Gästefarm Ababis.
Übrigens eine der ältesten Farmen Namibias, sie wurde
1898 als Außenstation des damaligen „Kaiserlichen
Landgestüts Nauchas“ aufgebaut.
Die Zukunft der Farm sollten aber vor allem Karakulschafe
sichern, deren Fell als „Persianer“ in Europa
früher die Pelzmode dominierte. Diese Schafrasse hatte
ein deutscher Pelzhändler 1907 aus dem zentralasiatischen
Buchara in Namibia eingeführt. Aber dieses Land, in dem
so selten Regen fällt, taugte nicht für eine profitable
Schafzucht. Eine über mehrere Jahre anhaltende Dürre
Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts machte
allen Träumen der Farmer ein Ende.
Mit seinem reichlichen Wasser-
vorkommen war Ababis
ein beliebter Aufenthaltsort der frühen Bewohner des
südwestlichen Afrikas. Felszeichnungen, Steinartefakte,
Werkzeuge und Unterschlüpfe zeugen davon, dass Steinzeitmenschen
diese Region bewohnten.
Heute wird auf Ababis
in kleinem Umfang Weidemast mit Rindern und Ziegen betrieben.
Der größte Teil der Farm jedoch ist privates Naturschutz-
gebiet und bietet zahlreichem Wild eine gesicherte Lebensgrundlage.
Der Naturschutz auf der 33.000ha großen Farm gilt als
vorbildlich.
Auf den geführten Farmdrives in das Arebtal können
Herden von Hartmann-Bergzebras, Oryx, Kudus und Springböcke
beobachtet und fotografiert werden. Eine kleine Straußenzucht
am Farmhaus erlaubt ein Kennenlernen dieser ungewöhnlichen
Vögel.
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BüllsPort
liegt auf einer Hochland-
fläche direkt an den gewaltigen Bergen des Naukluft-Massiv's
unterhalb von Bull’s Mouth. Dieser auffällige Felsen
wurde erstmals 1837 auf einem Kupferstich
abgebildet, er gab der Farm den Namen.
Das Naukluft-Gebirge kann nur an einer Stelle von Süden
nach Norden entlang des Tsondab durchquert werden, ein so
genanntes Trocken-
rivier, das ausschließlich bei starken Regenfällen
fließt. Am südlichen Eingang dieses Durchgangs
befindet sich die Farm, die zur Hälfte im bergigen Gebiet
der Naukluft liegt. Johanna & Ernst Sauber, die Gastgeber,
züchten erfolgreich Pferde und bieten Ausflüge in
der malerischen Landschaft an.
Die Felspartien der Naukluft und die eindruckvolle Naturlandschaft
lassen sich am besten auf Wanderungen, zum Beispiel durch
die Köcherbaum-
schlucht erleben. Diese gehört zu den Höhepunkten
der Aktivitäten rund um die Naukluft.
Die Farm ist seit Generationen im Familienbesitz und damit
wohl die traditionsreichste Farm im südlichen Naukluftgebiet.
Bekannt wurde BüllsPort
u.a. durch den Roman „Hans Kiskers Weg nach Südwest“
von Hans Grimm. Hans Kisker betrieb seit 1903 Tierzucht auf
BüllsPort.
Zu dieser Zeit war die Farm noch Staatsland, auf dem auch
ein Polizeiposten stationiert war.
Seit Anfang der 1980iger Jahre hat sich der jährliche
Niederschlag im Vergleich der davor liegenden 30 Jahre, um
40% verringert. Ernst & Johannas Liebe zu Flora und Fauna
sorgte dafür, dass sich dennoch die Wildzahlen und die
Artenvielfalt auf dem Farmgelände vergrössert haben.
Der Erhalt und Ausbau des Wild-bestandes als angepasster Nutzer
der Weide stehen auf BüllsPort seit 1990 im Vordergrund.
Heute können die Gäste viele verschiedene Wildarten
auf den Wanderungen und Ausflügen aus nächster Nähe
sehen.
Auf der Farm wird, und das ist wichtig zu wissen, im weiten
Umkreis der einzige Store und eine Tankstelle betrieben, die
auch Reifen verkauft und repariert.
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